MARIANNE VOGEL KOPP

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Seit meiner frühen Kindheit hatte ich den Kopf voller Wörter. Ohne mein Zutun ist dieser stets damit beschäftigt gewesen, sie zu kosten, zu sortieren und einzuordnen.

Ebenfalls in die Wiege gelegt bekam ich ein Mitteilungsbedürfnis, das anfänglich weit grösser war als die Zuhörbereitschaft innerhalb meiner Familie. Dem habe ich damit abgeholfen, zunächst Lehrerin, dann evangelische Theologin zu werden. Hier stellte sich das „Publikum“ von selbst ein. Mit dem Schreiben habe ich Jahrzehnte lang nur meine Tagebücher belästigt, ganz im Sinn von Rose Ausländer: „Warum ich schreibe? Weil ich, meine Identität suchend, mit mir deutlicher spreche auf wortlosen Bogen.“

Erst mit Vierzig hat, ungesucht erst, öffentlicheres Schreibens eingesetzt. Verschiedene Aufträge in den Bereichen Religion, Kultur und Gesellschaft weckten meine Lust am präzisen Ausdruck und mein Bemühen um Lesefreundlichkeit.

Herausfordernde Sprachschulung erhielt ich auch im Einsatz als Radiopredigerin auf SRF (1998-2003) und als Sprecherin vom „Wort zum Sonntag“ (2005-2006). Der erste Roman DER SPUR NACH entstand wie organisch aus meinen diversen Tätigkeiten und meiner intensiven Art, in der Welt zu stehen und die Fülle der menschlichen Eigenarten und (Entwicklungs)Wege zu beobachten und zu begreifen.

Die persönliche Identitätssuche ist quasi vom Nachvollziehen und Reflektieren des grösseren Zusammenspiels abgelöst worden. Daneben engagiere ich mich weiterhin in meinen liebsten Arbeitsfeldern als Theologin, zu denen Bibliodrama, Liturgie, christliche Spiritualität oder Enneagramm zählen.

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